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arthur rimbaud: le bateau ivre :: französisch-deutsche lesung in klangräumen
 
 

Veranstalterinfos

Die Aufführung dauert ca eine Stunde und 30 Minuten (keine Pause). Die Inszenierung erfordert einen großen, leeren Raum (mindestens 4m Höhe, mit Verdunkelungsmöglichkeit), Bestuhlung und Stromanschluß.

 

Vorschlag für Presseankündigung:

Rimbauds „Trunkenes Schiff“ unterwegs

Die Tübinger Gruppe Art-Tour hat eine neue Rezitationsform für Rimbauds großes Gedicht „Le Bateau Ivre“ entwickelt. Die einzelnen Strophen werden in verschiedenen Klangräumen gelesen, im französischen Original und einer eigenen, bislang nicht veröffentlichten Neuübertragung ins Deutsche (Dieter Koller). Wie jede Strophe einen eigenen assoziativen Bildraum eröffnet, so entwirft auch die Musik einzelne Klangräume von verschiedenem Charakter und verknüpft diese mit dem Text zu einem fließenden Ganzen; dabei sind die musikalischen Abläufe ganz im Sinne von Rimbauds Poetologie, der „Entregelung aller Sinne“, nur grob skizziert. Jede Aufführung entsteht als improvisatorische Gestalt.

Jean Nicolas Arthur Rimbaud (1854 - 1891) war ein Vorläufer des Symbolismus und beeinflusste sowohl den Expressionismus als auch den Surrealismus stark. Damit gehört er zu den zentralen Gestalten der literarischen Moderne. Sein 25-strophiges, ekstatisch-visionäres Gedicht „Le Bateau ivre“ („das trunkene Schiff“) schrieb er mit 17 Jahren, es machte das junge Genie in den Pariser Dichterkreisen bekannt. Mit 19 Jahren schrieb er seine letzte Zeile als Dichter, danach begann ein rastloses Wanderleben, das den Dichter nach England, Deutschland, Italien, Java, Skandinavien und Zypern führte. Dabei arbeitete er u. a. als Sprachlehrer, Söldner, Zirkusdolmetscher und Aufseher in einem Steinbruch. Später wurde Rimbaud Kaffee-, Tierhaut- und Waffenhändler in Nordafrika und unternahm in diesem Zusammenhang Forschungsexpeditionen nach Schoa und Somaliland. Er starb mit 37 jahren nach einer Beinamputation wegen einem Knochentumor in Marseille.
Rimbaud wurde u. a. von Theodor Däubler, Stefan George, Paul Celan und Karl Krolow ins Deutsche übertragen.

Ulrike Klamp (Kontrabass), Reinhold Wolf (Querflöte), Chris Portele (Percussion),
Dieter Koller (Keyboard und Sprecher, dt.), Peter Hug (Sprecher, fr.)

 

Materialien zum Download:

PDFDownload Programmheft (PDF 2,2 MB)

PDFDownload Plakat (PDF 100 KB)